Langzeit-EKG

Bei dieser Untersuchung bekommen Sie morgens in unserer Praxis ein modifiertes kleines EKG mit Klebeelektroden auf dem Brustkorb angelegt, die über Elektrodenkabel mit einem kleinen, wenige Gramm schweren Aufnahmerecorder (nicht größer als ein Handy) verbunden sind. Dieser befindet sich in einer bequemen, kleinen Stoffumhängetasche, die Sie unter Ihrer Garderobe tragen. Am nächsten Morgen geben Sie das Gerät wieder bei uns ab.

Wichtig ist, dass Sie während der Aufzeichnungszeit möglichst Ihren gewohnten täglichen Aktivitäten nachgehen. Darüber müssen Sie ein Protokoll schreiben (auch über regelmäßig eingenommene Medikamente sowie über besondere kardiale Beschwerden oder subjektiv empfundene Herzrhythmusstörungen).

Dem Arzt ist es mit Hilfe eines speziellen Auswertecomputers möglich, Ihren Herzrhythmus in den gesamten 24 Stunden der Aufzeichnung in Echtzeit zu verfolgen. Bei speziellen Fragestellungen haben wir die Möglichkeit, diese EKG-Aufzeichnung bis zu 7 Tagen durchzuführen. So können durch Rhythmusstörungen bedingte Schwindelerscheinungen (oder gar Zustände von Bewußtlosigkeit), Herzrasen, Herzstolpern, oder auch mögliche Zustände von Durchblutungsstörungen am Herzen erfasst werden.

Zunehmende Bedeutung hat diese Untersuchung für das Erkennen von unbemerktem Vorhofflimmern, da dann oftmals eine lebenswichtige gerinnungshemmende Therapie zur Vorbeugung von embolischen Schlaganfällen eingeleitet werden muß.

Ganz wichtig ist diese Untersuchung auch zur Beurteilung des Therapieerfolges bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen sowie zur Kontrolle von implantierten Schrittmachern.

Da Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, in einigen Fällen gefährliche Herzrhythmusstörungen entwickeln, sollten diese auch mittels eines Langzeit-EKG überprüft werden. Hier liegt somit ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet für diese Untersuchung.