Fußsprechstunde für das Diabetische Fußsyndrom

Im Krankheitsverlauf bei Patienten mit Diabetes treten häufig Probleme mit den Füßen auf. Dabei kann man grundsätzlich zwei verschiedene Ursachen unterscheiden. Einmal kann eine Nervenschädigung (Polyneuropathie) vorliegen, die zu nächtlichen Schmerzen oder Brennen in den Füßen und Unterschenkel, aber auch zu einer verminderten Schmerz und Temperaturempfindung führen kann. Da ein zu enger Schuh oder spitze Gegenstände nicht wahrgenommen werden, können leicht Verletzungen oder Druckgeschwüre auftreten, die bei nicht rechtzeitiger Behandlung bis zu einer Amputation führen können.

Die andere Ursache, die auch unbemerkt zusätzlich vorliegen kann, ist eine Durchblutungsstörung der Beine. Durchblutungsstörungen beim Diabetiker sind immer als problematisch einzustufen, da meist die kleinen Gefäße am Unterschenkel betroffen sind und bei nicht rechtzeitigem Eingreifen Amputationen drohen. Durch Farbdopplersonographie kann die Durchblutungssituation diagnostiziert und entsprechende Therapiemaßnahmen wie Ballondilationen der Gefäßengen eingeleitet werden.

Wir bieten regelmäßig Fußschulungen an, hier werden Patienten mit Diabetes mellitus und beginnendem Diabetesfußsyndrom informiert, wie sie Folgeschäden vermeiden können (mehr Infos unter Diabetesschulungen).

Wichtig ist, dass Patienten mit Veränderungen an den Füßen möglichst rasch ein für den diabetischen Fuß spezialisiertes Zentrum aufsuchen, nur so lässt sich die immer noch sehr hohe Anzahl von Amputationen vermeiden.

Seit 2011 sind wir als zertifizierte ambulante Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes Gesellschaft anerkannt.